Kindergeld

Wie viel darf Ihr Kind verdienen

Viele Kinder im Alter von 16 und 17 Jahren haben einen Nebenjob oder machen ein Praktikum. Beachten Sie bitte hierbei, dass sich die Einkünfte Ihres Kindes auf die Höhe Ihres Kindergelds auswirken können, wenn diese einen bestimmten Grenzbetrag übersteigen. Der Grenzbetrag wird jedes Jahr im Oktober festgelegt. Ist Ihr Kind jünger als 16 Jahre? Dann spielt es keine Rolle, wie viel Ihr Kind mit einem Nebenjob oder im Rahmen eines Praktikums verdient. Sie erhalten dann den normalen Kindergeldsatz.

  • Wie viel darf Ihr Kind im Alter von 16 oder 17 Jahren verdienen?

    Ihr Kind darf bis zu 1.265 € netto pro Quartal verdienen. Es spielt dabei keine Rolle, ob Ihr Kind zu Hause wohnt oder woanders. Verdient Ihr Kind 1.265 € netto oder mehr, wird für das betreffende Quartal kein Kindergeld gezahlt.

    Sie sind dazu verpflichtet, uns alle Einkünfte über 1.265 € netto pro Quartal zu melden. Wird Ihr Kind 18 Jahre alt, endet der Kindergeldanspruch. Sie erhalten jedoch noch Kindergeld für das ganze Quartal, in dem Ihr Kind 18 Jahre alt wurde. Deshalb werden alle Einkünfte berücksichtigt, die das Kind in diesem Quartal verdient.

  • Zusätzliche Einkünfte in den Sommerferien

    In den Sommerferien haben Kinder manchmal einen Ferienjob oder arbeiten mehr als sonst. Ihr Kind darf in den Sommerferien 1.299 € netto zusätzlich verdienen (also 1.265 € + 1.299 €). Als Sommerferien gilt der Zeitraum zwischen zwei Schuljahren.

    Ferienjob beim gleichen Arbeitgeber

    Wenn Ihr Kind das ganze Jahr über einen Nebenjob hat und in den Ferien beim gleichen Arbeitgeber noch zusätzlich arbeitet, wird die zusätzliche Arbeit als Ferienjob betrachtet. Absolviert Ihr Kind ein Praktikum und arbeitet es in den Ferien zusätzlich? Auch diese zusätzliche Arbeit kann als Ferienjob eingestuft werden, vorausgesetzt, im Praktikumsvertrag steht, dass eine Fortsetzung des Praktikums während der Ferien nicht verpflichtet ist.

  • Einkünfte über dem Grenzbetrag müssen Sie uns immer melden

    Die Nebeneinkünfte Ihres Kindes können im einen Quartal höher sein als im anderen, zum Beispiel durch Überstunden, Lohnsteuererstattung oder eine Jahressondervergütung. Dadurch kann es vorkommen, dass die Einkünfte Ihres Kindes unerwartet den zulässigen Grenzbetrag von 1.265 € übersteigen und Sie das Kindergeld zurückzahlen müssen.
    Um dies zu vermeiden, bittet die SVB Sie darum, so früh wie möglich zu melden, dass das Einkommen Ihres Kindes in einem Quartal den Grenzbetrag voraussichtlich übersteigen wird.

    Wenn Ihr Kind in einem Quartal weniger als den Grenzbetrag verdient, brauchen Sie uns dies nicht mitzuteilen.

  • Wann müssen Sie uns Änderungen eines unregelmäßigen oder regelmäßigen Einkommens mitteilen?

    Einkommensänderungen sind uns innerhalb von 4 Wochen zu melden. Wohnen Sie oder Ihr Kind außerhalb der Niederlande? Melden Sie uns die Änderungen dann innerhalb von 6 Wochen. Wann die 4- oder 6-wöchige Frist beginnt, hängt davon ab, ob Ihr Kind regelmäßige oder unregelmäßige Einkünfte hat.

    Ihr Kindes hat unregelmäßige Einkünfte

    Sie haben 4 (oder 6) Wochen Zeit, uns die Änderung mitzuteilen, und zwar ab:

    • dem letzten Tag des Zahlungszeitraums, in dem das Einkommen Ihres Kindes den Grenzbetrag von 1.265 € netto pro Quartal überstieg. Der Zahlungszeitraum kann eine Woche, 4 Wochen oder ein Monat sein.

    Beispiel
    Karl bekommt ein Monatsgehalt. Da die Anzahl seiner Arbeitsstunden schwankt, schwankt auch sein Monatsgehalt. Im Januar verdiente er 600 € netto, im Februar 700 € netto und im März 300 € netto. Mit seinem Arbeitsentgelt vom Februar verdiente er im ersten Quartal mehr als 1.265 €. Das bedeutet, dass die Meldepflicht am 28. Februar einsetzt, denn ab Februar übersteigt sein Quartalseinkommen den Grenzbetrag von 1.265 € netto. Ab 28. Februar haben Sie 4 Wochen Zeit, um die Änderung zu melden.

    Ihr Kind hat regelmäßige Einkünfte

    Sie haben 4 (oder 6) Wochen Zeit, uns die Änderung mitzuteilen, und zwar ab:

    • dem letzten Tag des Zahlungszeitraums, in dem das Einkommen Ihres Kindes den Grenzbetrag von 1.265 € netto pro Quartal überstieg und
    • das Einkommen nach Eintritt der Änderung den Grenzbetrag von 1.265 € netto pro Quartal erstmalig übersteigt.

    Beispiel
    Karin verdient einen Fixbetrag von 400 € bei einem Zahlungszeitraum von 4 Wochen. Ab März wird ihr Lohn erhöht, und zwar auf 425 € netto pro 4 Wochen. Für das erste Quartal ist dies noch nicht relevant. Im ersten Quartal liegt das Einkommen unter 1.265 €. Die Meldepflicht setzt erst am 19. Juni ein, denn dies ist der letzte Tag des Zahlungszeitraums von 4 Wochen, in dem sich ihr Einkommen geändert hat. Dann ist deutlich, dass sie in diesem Quartal mehr als 1.265 € netto verdient. Ab dem 19. Juni haben Sie 4 (oder 6) Wochen Zeit, um die Änderung zu melden.

  • Was verstehen wir unter Einkommen?

    Das Einkommen Ihres Kindes kann sich auf Ihren Kindergeldanspruch auswirken. Deshalb ist es wichtig zu wissen, welche Einkünfte als Einkommen Ihres Kindes angerechnet werden und welche nicht.

    Einkünfte, die mitgerechnet werden

    • Lohn oder Arbeitsentgelt
    • Einkommen aus einem eigenen Unternehmen
    • Leistungen, die der Arbeitgeber erbringt, zum Beispiel Kost und Logis
    • Praktikumsvergütungen
    • Vergütungen des Arbeitgebers, zum Beispiel für Fahrtkosten, Kleidung oder Sicherheitsausrüstung
    • Erstattung von Lohnabgaben
    • gesetzliche Arbeitslosenleistung oder Krankengeld

    Einkünfte, die nicht mitgerechnet werden

    • Taschengeld
    • Zinsen eines Sparkontos
    • Urlaubsgeld