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Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten

Unfallversicherung

Neben der Erwerbsminderungsrente besteht in Deutschland eine gesonderte gesetzliche Rente für Arbeitsunfähigkeit aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer Berufskrankheit.

Ein Arbeitsunfall liegt vor, wenn Sie durch einen Unfall an der Arbeitsstätte oder auf dem Weg zu oder von Ihrem Arbeitsort verletzt wurden. Eine Arbeitsunfähigkeit kann auch aufgrund einer Berufskrankheit eintreten. In Deutschland sind Sie für diese Fälle in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert.

Verletztengeld
Wenn Sie durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit arbeitsunfähig werden, erhalten Sie Verletztengeld. Diese Leistung bekommen Sie nur, wenn Sie gar nicht mehr arbeiten können. Die Leistungshöhe entspricht in etwa dem Krankengeld.

Sind Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert, zahlt Ihre Krankenkasse diese Leistung. Sind Sie privat krankenversichert, zahlt die Berufsgenossenschaft die Leistung. Jede Branche hat eine eigene Berufsgenossenschaft.

Erst Verletztengeld, anschließend Verletztenrente
In den ersten 6 Wochen nach Eintritt Ihrer Arbeitsunfähigkeit leistet Ihr Arbeitgeber Lohnfortzahlung. In der Regel erhalten Sie dann kein Verletztengeld. Das Verletztengeld wird meistens von der 7. bis längstens zur 78. Woche des Arbeitsausfalls gezahlt. Sind Sie danach noch immer arbeitsunfähig, erhalten Sie im Anschluss eine Verletztenrente.

Verletzenrente

Die Höhe der Verletztenrente richtet sich nach:

  • dem Grad Ihrer Arbeitsunfähigkeit;
  • der Höhe Ihres Einkommens im letzten Jahr, bevor Sie arbeitsunfähig wurden.

Eine Verletztenrente kann neben einer Erwerbsminderungsrente gezahlt werden. Wenn Sie jedoch eine hohe Verletztenrente erhalten, kann sich dies auf die Höhe Ihrer Erwerbsminderungsrente auswirken.